„Alles schief gelaufen“: Leipzig freut sich auf die Pause

RB in der Tabelle im Soll

Es war ein gebrauchter Tag für RB Leipzig, der letzte Bundesliga-Spieltag im alten Jahr. „Es ist alles schief gelaufen“, sagte Torhüter Peter Gulacsi nach dem 2:3 Hertha BSC, bei dem RB mehr als 80 Minuten in Überzahl agiert hatte. Spiel und Ergebnis spiegelten erneut wieder, woran es beim Überraschungszweiten der vergangenen Saison in den letzten Wochen bei fünf Pflichtspielen ohne Sieg mangelte.

Leipzigs Torwart Peter Gulacsi

Zum einen bekommt RB zu einfache Gegentore, zudem fehlen mit Emil Forsberg (Bauchmuskelzerrung) und Marcel Sabitzer (Schulterverletzung) wichtige Akteure. Und die Leipziger gingen nach der erstmaligen Doppelbelastung wegen des Champions-League-Debüts auf dem Zahnfleisch. „Die Winterpause kommt zur richtigen Zeit. Es tut gut, ein bisschen Pause zu haben“, betont Gulacsi. Der ungarische Nationalkeeper will allerdings trotz der zuletzt nicht optimalen Leistungen und Punkteausbeute die erste Hälfte der Saison nicht zu negativ sehen. „Wir sind ganz nah dran an den Champions-League-Plätzen“, sagt Gulacsi, „deswegen ist es eine erfolgreiche Saison bisher. Wir haben uns natürlich gewünscht, mehr Punkte zu holen.“

Doch zum Abschluss des Punktspiel-Jahres 2017 wurde RB erneut Opfer der eigenen Unzulänglichkeiten in der Defensiv – vor allem bei Standards. Wieder fielen zwei von drei Gegentreffern nach ruhenden Bällen. „Wir haben zu einfache die Tore gekriegt, nach vorne ist uns teilweise zu wenig eingefallen“, betont Rechtsverteidiger Lukas Klostermann, „das ist nicht unser Anspruch. Wir müssen das noch konsequenter verteidigen.“

Hasenhüttl: „Nicht cool, nicht clever“

In die selbe Kerbe schlägt auch sein direkter Vorgesetzter. Trainer Ralph Hasenhüttl sprach nach der fünften Saisonniederlage in der Liga davon, dass Hertha „verdient gewonnen hat gegen einen Gegner, der lange nicht das gespielt hat, was ihn ausgezeichnet hat. Wir waren zu spät auf dem Platz. Wir waren nicht in der Lage, die Überzahl cool, und clever auszuspielen. Wir sind zu spät aufgewacht“.

In der Tabelle befindet sich RB allerdings nach 17 Durchgängen noch im Soll, mit einem Sieg etwa zum Rückrundenauftakt am 13. Januar gegen Schalke 04 (18.30 Uhr, LIVE! auf kicker.de) könnten die Leipziger wieder auf einen der Champions-League-Plätze vorrücken. Deswegen setzt auch Hasenhüttl auf die Pause. „Wir haben zwei Wochen Zeit, um die Akkus aufzuladen. Wir haben eine tolle Ausgangslage und noch alle Mannschaften, die vorne stehen, bei uns zu Hause.“ Und dann stehen auch die schmerzlich vermissten Forsberg und Sabitzer wohl wieder zur Verfügung.

Andreas Hunzinger

1. Bundesliga, 2017/18, 17. Spieltag
RB Leipzig – Hertha BSC 2:3

RB Leipzig - Hertha BSC 2:3

Fokussiert


Herthas Coach Pal Dardai vor dem Spiel in Leipzig


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