Wieder 5:1 gegen Leipzig? Bosz „würde das unterschreiben“

Dortmunds Trainer sieht „immer fitteren“ Götze

Borussia Dortmund ist definitiv auch nach dem brisanten Aufeinandertreffen mit RB Leipzig am Samstag (18.30 Uhr, LIVE! bei kicker.de) weiter Tabellenführer. Doch was ist mit Sokratis? Wie wird der Engpass bei den Außenverteidigern bekämpft? Sahin oder Weigl? Wie geht’s Götze? Lernt Ajax oder Dortmund schneller? Peter Bosz gab am Freitag die Antworten.

Er weiß, wie man RB Leipzig knackt: Dortmunds neuer Trainer Peter Bosz.

Zum Start der Spieltags-PK ging es gewohnt um Personalfragen, da runzelte Bosz erstmals die Stirn. Größtes Sorgenkind ist freilich Außenverteidiger Lukasz Piszczek, der sich bei der polnischen Nationalmannschaft eine Verletzung des Außenbandes im rechten Knie zugezogen hatte. „Das sieht nicht gut aus“, gestand Bosz geknickt ein: „Er fällt die kommenden Wochen, vielleicht Monate aus.“

Zusätzlich Sorgen macht sonst aktuell nur Innenverteidiger Sokratis, der beim griechischen 4:0-Erfolg gegen Gibraltar zum Abschluss der WM-Qualifikation nach 68 Minuten vom Platz ging. „Er hat gestern teilweise mittrainiert. Ich hoffe, dass er heute voll mittrainieren kann. Er muss heute voll mitmachen, dass er spielen kann. Da glaube ich aber dran.“

Weniger erfreut kamen andere Spieler von ihren Nationalteams zurück, Pierre-Emerick Aubameyang (mit Gabun) und Christian Pulisic (mit den USA) verpassten zum Beispiel die WM-Teilnahme. „Das ist dann schwer für die Spieler“, weiß auch Bosz: „Wir haben ein bisschen darüber gesprochen, aber jetzt zählt Leipzig.“ Die Nationalspieler wurden während der Länderspielpause genauestens überwacht. Bei wem es dann für die Startelf reicht, werde nach den Trainingseindrücken entschieden, so Bosz.

Zagadou und Toljan – oder gar Systemwechsel?

Und auf den defensiven Außenbahnen, wo Dan-Axel Zagadou und Jeremy Toljan aufgrund personeller Engpässe eigentlich spielen müssen? „Das ist schwer“, gestand Bosz ein, der auch einen Systemwechsel nicht ausschließen wollte. Eine Ausrede darf das nicht sein. „Wir werden das schaffen“, versicherte Bosz. Weil Julian Weigl in der Pause zusätzlich an seiner Fitness arbeiten konnte, wird der Druck auf Nuri Sahin größer. Kein Problem für Bosz: „Diese Entscheidungen mag ich gerne. Das sind Glücksprobleme, die man hat.“

Es ist wie bei Kindern, denen man beim Aufwachsen zusieht.Peter Bosz über Mario Götze

Auch die fast schon obligatorische Frage zum Zustand von Mario Götze durfte nicht fehlen. „Er ist sehr frisch. Er wird von Mal zu Mal frischer. Es ist wie bei Kindern, denen man beim Aufwachsen zusieht. Ich sehe, dass er immer fitter wird. Es geht sehr gut voran“, schilderte Bosz seine Beobachtungen.

Auf den kommenden Gegner freut sich der BVB-Coach auch: „Ich sehe gerne Leipzig spielen, offensiv, mit viel Druck nach vorne. Es macht Spaß, sie spielen zu sehen – auch mit ihren guten Spielern.“ Bosz und RB? Da war doch was. Im Januar 2017 traf der 53-Jährige mit Ajax Amsterdam in der Winter-Vorbereitung auf die Sachsen – und gewann deutlich mit 5:1. Bosz grinste, als er daran erinnert wurde: „Das gleiche Resultat würde ich jetzt unterschreiben, aber das wird nicht gehen.“

Leipzig nicht aufs Umschaltspiel reduzieren

Bosz überlegte kurz und merkte an. „Ich glaube nicht, dass da alle Stammspieler dabei waren.“ Selbst bei einem so deutlichen Ergebnis habe man gespürt, „dass das eine gute Mannschaft ist“. Nur auf ein gefährliches Umschaltspiel wollte Bosz RB nicht reduzieren. „Ich weiß, dass sie das nicht nur machen. Sie haben auch richtig gute Fußballer.“

Abschließend kam noch die Frage auf, inwieweit die BVB-Profis die Ideen von Bosz bereits umsetzen könnten. „100 Prozent wird man nicht erreichen“, so sein klares Credo. Im Vergleich mit Ajax seien die Dortmunder aber voraus: „Ich habe das Gefühl, dass man das hier besser und schneller versteht. Aber 100 Prozent nie. Ich glaube, dass wir auf dem richtigen Weg sind.“ Das bestätigt auch ein Blick auf die Tabelle.

msc

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