Überragender Engelage hält 5:3-Sieg gegen Köln fest

DEL/Krefeld Pinguine. Überragender Engelage hält 5:3-Sieg gegen Köln fest

Mit einer begeisternden Leistung feierten die Pinguine am Freitagabend einen 5:3 (2:0, 0:0, 3:3)-Erfolg gegen Meisterschaftskandidat KölnerHaie und zeigten, dass mit ihnen in dieser Saison im Kampf um die Playoffplätze zu rechnen ist. Die Schwarz-Gelben mussten im Derby erneut auf vier wichtige Spieler verzichten.

Dragan Umicevic, Justin Feser, Mike Mieszkowski und Tom Schmitz fehlten weiterhin verletzt. Doch auch in den vergangenen drei Auswärtsspielen hatten die Pinguine mit gleicher Aufstellung gute Spiele gezeigt und auch gepunktet. Entsprechend groß waren die Hoffnungen der 6.095 Zuschauer in der Halle, auch im zweiten Derby binnen Wochenfrist einen Erfolg feiern zu können. Garant dafür sollte einmal mehr der zuletzt überragende Keeper Andrew Engelage sein, der in den vergangenen beiden Partien über 115 Minuten am Stück seinen Kasten sauber gehalten hatte. Ihm gegenüber stand auf Seiten der Gäste erwartungsgemäß Gustaf Wesslau.

Das Spiel begann perfekt für die Pinguine denn in der zweiten Minute zog Marcel Müller von der blauen Linie einfach einmal ab. Vor dem Tor stand der junge Philipp Kuhnekath genau in der Sicht des Schweden und nahm diesem jede Chance, so dass es zur frühen Führung hinter dem Schweden einschlug. Und es ging so weiter, denn vier Minuten später fingen die Pinguine einen Pass im Haie-Drittel ab. Patrick Seifert legte auf Daniel Pietta, der in weltklassemanier erst einen Verteidiger aussteigen ließ, dann frei vor Wesslau stand und die Scheibe genau ins Kreuzeck legte. Für die Haie folgte gleich zwei Minuten später der nächste Rückschlag, denn Pinguine-Kapitän Grygiel kam zu Fall, rutschte in Richtung Tor und in Wesslau hinein, der daraufhin verletzt vom Eis musste und durch Daniar Dshunussow ersetzt wurde. Die Haie versuchten danach, das Spiel an sich zu reißen, was die Pinguine aber zu verhindern wussten. Erst im ersten Überzahlspiel des Abends drei Minuten vor der Pause schafften es die Domstädter, Druck aufzubauen. Doch die Abwehr um den erneut guten Engelage, der bei einem Haie-Konter in der 13. Minute mit einem sensationellen Save gegen einen Direktschuss von Moritz Müller gehalten hatte, stand sicher und brachte das 2:0 in die Drittelpause.

Die Pinguine bekamen in der 25. Minute ihre erste Überzahl des Abends. Diese brachte nur eine große Chance von Müller, der aber knapp verzog. In der Folge drehte der große Favorit aus Köln auf und hatte immer wieder Chancen, doch der überragende Engelage war stets zur Stelle. So auch in der 29. Minute, als Nationalstürmer Felix Schütz einen Abpraller auf das scheinbar leere Tor brachte und schon jubelte, doch der Goalie wehrte mit dem Schoner in unfassbarer Manier ab. Kurz vor Ende des Drittels schafften es die Pinguine dann immer mehr, sich vom Dauerdruck der Domstädter zu befreien und auch selbst zu Chancen zu kommen. Die beste hatte Nick St. Pierre in der 36. Minute, als er noch einmal auf Mathias Trettenes legen wollte, doch ein Verteidiger-Schläger war dazwischen. Dennoch, die Hausherren holten sich jetzt die Spielkontrolle zurück und sorgten nochmals für Druck. Dieser brachte aber ebensowenig Zählbares, wie zuvor auf der Gegenseite und so blieb es nach 40 Minuten beim 2:0.

Auch das letzte Drittel begann perfekt für die Gastgeber, denn nach 27 Sekunden zog Kurt Davis von der blauen Linie einfach ab, Dshunussow war die Sicht verdeckt und der Puck schlug zum 3:0 ein. Zwei Minuten später verloren die Pinguine in Überzahl die Scheibe im gegnerischen Drittel. Den Konter von Ryan Jones konnte Markus Nordlund nur durch ein Foul unterbinden und der Kölner bekam den Penalty, den er aber an den Pfosten setzte. Die Pinguine hielten die Null bis zur 50. Minute, doch dann konnten die Haie bei angezeigter Strafe gegen Krefeld gleich mehrfach nachstochern und irgendwann war der Puck knapp hinter der Linie. Die Pinguine antworteten mit zwei großen Chancen, doch dann zog in der 52. Minute Justin Shugg von der blauen Linie ab und der Puck schlug in den Winkel ein. Doch die Gastgeber waren keineswegs geschockt. Nur Sekunden später setzte sich Kapitän Adrian Grygiel wunderbar durch, wurde gefoult und drückte im Fallen den Puck über Dshunussow hinweg in die Maschen. Knapp viereinhalb Minuten vor dem Ende dann noch einmal eine Überzahl für die Haie. Es war erst die zweite Strafe der sehr disziplinierten Pinguine. Doch die Haie mit der besten Überzahl der Liga nutzten diese Chance. Fredrik Eriksson zog ab, die Scheibe wurde abgefälscht und schlug im Tor ein. Zwei Minuten vor dem Ende nahmen die Haie Dshunussow aus dem Tor und drängten auf den Ausgleich, doch Christoph Gawlik eroberte den Puck und schoss mit seinem ersten Tor für Krefeld ins verwaiste Tor ein. Das war die endgültige Entscheidung in diesem spannenden und begeisternden Spiel, in dem die Pinguine einen 5:3-Erfolg feierten.

Damit schafften die Schwarz-Gelben auch in der Tabelle den Anschluss nach Oben und wollen nun am Sonntag im nächsten Derby gegen die Iserlohn Roosters (19 Uhr) nachlegen.

Tore:

1:0 2. Müller (Nordlund, Pietta)

2:0 6. Pietta (Seifert, Müller)

3:0 21. Davis (Gawlik, Trettenes)

3:1 50. Krämmer

3:2 52. Shugg (Sulzer, Müller)

4:2 52. Grygiel (Orendorz, Pietta)

4:3 57. Eriksson PP

5:3 59. Gawlik (Trettenes) ENG

Strafen:

Krefeld: 4

Köln: 4

eishockey.net / PM Krefeld Pinguine

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